Rhythmische Klänge: Body percussion für Kinder und Jugendliche

Rhythmische Klänge: Body percussion für Kinder und Jugendliche

Body percussion ist eine Art Tanz, mit dem durch den Körper Klänge erzeugt werden. Es kann in vielen verschiedenen Formaten eingesetzt werden und Kindern und Jugendlichen durch die rhythmische Bewegung sehr viel Spaß machen.

Im Musikunterricht setzt Body percussion besondere Akzente, abseits der normalen Stoffvermittlung wie dem Hören von Musikstücken oder dem gemeinsamen Singen. Der Lehrer kann die Stunde regelmäßig mit Body percussion beginnen oder in der zweiten Hälfte neuen Schwung in die Schüler bringen. Ideal ist es, das Singen mit selbst erdachten Rhythmen zu begleiten oder wenige Takte des Gehörten nachzuklatschen. Durch die Regemäßigkeit und die kurze Dauer steigt die Übung von Woche zu Woche. Nach einiger Zeit kann auch ein komplexes Projekt gestartet werden.

In Chor- und Orchesterproben kann sicherlich schneller mit einem Body-percussion-Stück begonnen werden, da die Schülerinnen und Schüler bereits Kenntnisse im Noten lesen, in Rhythmus und im gemeinsamen Musizieren haben. Der Schwierigkeitsgrad des Stückes sollte so gewählt werden, dass die Schüler gefordert aber nicht überfordert werden. Bei mehrstimmigen Stücken sind in jeder Stimme ein bis zwei Schüler vorteilhaft, die den Rhythmus beherrschen und dadurch den anderen Sicherheit geben. Gleiches gilt für besondere Unterrichtsformen wie Rhythmus-AG oder Bläserklassen.

Für die Aufführung von Body-percussion-Stücken eignen sich besonders Schulkonzerte oder jahreszeitliche Feiern an Weihnachten oder vor den Sommerferien. Mit einer wirkungsvollen und tollen Performance können die Schüler ihr Publikum begeistern.

Warum ist Body percussion bei Kindern und Jugendlichen so beliebt? Zum einen weckt es den Entdeckerdrang, da es für die meisten ungewohnt und neu ist. Zum anderen machen die Bewegungen Spaß, oft wird viel gelacht, wenn man den anderen bei der Bewegung zuschaut. Übungen zu zweit wie gegenseitiges Händeklatschen bringen zusätzliche Motivation, weiterzumachen.

Der Lehrer sollte vorsichtig sein und keinen Leistungsdruck aufbauen. Lieber regelmäßig kurze Übungen einstreuen als lange und intensiv zu proben. Normale Effekte wie das selbstständige Beschleunigen bei Viertel- und Achtelnoten lassen sich einfach mit der Zeit ganz eindämmen.

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Bild: bigstockphoto.com / Dragon Images