E-Books für Pendler und Reisende

Wer im Zug oder auf Reisen liest, spart mit E-Books Platz im Gepäck und nimmt mehrere Bücher auf einem Gerät mit. Ein E-Reader zeigt Bücher auf einem E-Ink-Bildschirm an und speichert heruntergeladene Titel. Zum Lesen genügt auch ein Smartphone.

Unterwegs sollten Bücher ohne Internet verfügbar sein und der Lesefortschritt beim Gerätewechsel erhalten bleiben. Ob Kauf oder Ausleihe günstiger ist, hängt davon ab, wie viel Sie lesen. Achten Sie daher auf Downloads, Synchronisation und Kosten.

Was ein E-Reader unterwegs bietet

Ein E-Reader bündelt zahlreiche Bücher auf einem kompakten Gerät. So können Sie auf dem täglichen Arbeitsweg und auf längeren Reisen mehrere Bücher mitnehmen, ohne viel Platz im Gepäck zu brauchen. Viele Reader haben eine integrierte Beleuchtung und lassen sich auch in Umgebungen nutzen, in denen ein Smartphone-Display weniger angenehm ist. Die konkrete Ausstattung hängt vom Modell ab.

Ein Beispiel ist der tolino shine der fünften Generation: Thalia nennt für das Modell 173 Gramm Gewicht und 16 GB internen Speicher. Das sind Herstellerangaben zu diesem Gerät, keine Werte für alle Reader. Smartphones bleiben eine praktische Alternative, weil sie ohnehin oft dabei sind und E-Book-Apps Schriftgröße und Hintergrundfarbe anpassen lassen. Wenn Sie regelmäßig lesen, passt ein eigener Reader meist besser. Für gelegentliches Lesen reicht oft das Smartphone, das Sie schon haben.

E-Books vor der Reise herunterladen

Für Strecken ohne WLAN sollten die gewünschten Bücher bereits auf dem Gerät gespeichert sein. Ein Buch, das nur in Ihrem Online-Konto gespeichert ist, lässt sich ohne Internet erst lesen, wenn Sie es herunterladen. Prüfen Sie deshalb vor der Abfahrt, ob die Bücher für die Reise tatsächlich auf dem Reader oder Smartphone liegen.

Bei Kobo werden laut Anbieter standardmäßig die fünf zuletzt gekauften oder geöffneten E-Books lokal gespeichert. Weitere Titel lassen sich vorab herunterladen. Auch bei anderen Anbietern gilt: Ein Cloud-Konto und der Gerätespeicher haben verschiedene Aufgaben. In der Cloud liegen die Inhalte im Konto. Im Gerätespeicher liegen die Dateien, die Sie ohne erneuten Download öffnen können.

Bei ausgeliehenen E-Books kommen die Bedingungen der Bibliothek hinzu. In der Onleihe sind Titel an eine Leihfrist gebunden und nach deren Ablauf nicht mehr nutzbar. Nicht jeder Reader unterstützt jedes Angebot und Format. Wer Bibliotheksbücher lesen möchte, sollte vor dem Reader-Kauf die Kompatibilität des konkreten Modells mit dem eigenen Bibliotheksdienst prüfen.

Lesefortschritt synchronisieren

Beim Synchronisieren übertragen passende Geräte und Apps Ihren Lesefortschritt. Wer morgens im Zug auf einem Reader liest und später auf dem Smartphone weiterliest, kann so zur zuletzt gelesenen Stelle zurückkehren. Kindle und Kobo bieten solche Funktionen innerhalb ihrer jeweiligen Konten und Angebote an.

Dafür braucht die Synchronisation eine Internetverbindung. Bei Kindle können außerdem Notizen und Markierungen mit anderen Geräten desselben Kontos abgeglichen werden. Die Funktion verbindet jedoch nicht automatisch Bücher und Lesestände verschiedener Anbieter. Vor einer Reise ist es sinnvoll, die Geräte einmal online zu synchronisieren und das Buch anschließend auf dem Gerät zu öffnen, auf dem Sie unterwegs lesen möchten.

Wie viel Speicherplatz ein E-Reader braucht

16 GB Gerätespeicher bieten Platz für zahlreiche E-Books. Wie viele Bücher hineinpassen, lässt sich nicht genau sagen. Die Dateigröße hängt vom Inhalt ab. E-Books mit vielen Abbildungen benötigen beispielsweise mehr Platz als schlichte Textdateien. Bei üblichen E-Books ist es meist hilfreicher zu überlegen, wie viele Bücher Sie gleichzeitig brauchen, statt sich an einer allgemeinen Zahl zu orientieren.

Wer auf Reisen ohne Internet lesen will, sollte nur die nötigen Titel herunterladen und vor der Abfahrt prüfen, wie viel Speicher noch frei ist. Cloud-Speicher ersetzt diesen Schritt nicht. Auch ein Reader mit zusätzlichem Cloud-Angebot hält ein Buch nicht zwangsläufig lokal bereit.

Was E-Books kosten

Zum Preis eines E-Books kommt zunächst die mögliche Anschaffung eines Readers. Einen allgemeinen Durchschnittspreis für Reader gibt es hier nicht; die Kosten hängen vom Modell und dessen Ausstattung ab. Wer bereits ein geeignetes Smartphone besitzt, kann E-Books auch ohne separates Lesegerät nutzen.

Nach Angaben des Börsenvereins lag der durchschnittlich bezahlte Preis eines verkauften E-Books in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 bei 7,13 Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 6,63 Euro. Die Zahlen zeigen nicht, wie sich der Preis eines E-Books vom Preis der gedruckten Ausgabe unterscheidet. Ein digitales Buch ist also nicht automatisch günstiger.

Bibliotheksausleihe kann Einzelkäufe reduzieren. Die Bedingungen und Gebühren hängen vom örtlichen Angebot ab, und ausgeliehene Titel stehen nur während der jeweiligen Leihfrist zur Verfügung. Eine Bitkom-Umfrage aus dem Jahr 2025 ermittelte bei E-Book-Lesenden durchschnittliche monatliche Ausgaben von 11,10 Euro für gekaufte digitale Bücher und 7,40 Euro für geliehene. Das sind Umfragewerte zu monatlichen Ausgaben, keine Preise pro Buch und keine Garantie für die eigenen Kosten.

E-Reader oder Smartphone wählen

Ein Reader passt besonders gut, wenn Sie häufig lesen, mehrere Bücher mitnehmen möchten und lange Strecken ohne Steckdose oder Internet einplanen. Ein Smartphone ist praktischer, wenn Sie nur gelegentlich lesen oder kein weiteres Gerät tragen und laden möchten. Die Entscheidung hängt auch davon ab, woher die Bücher kommen: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ihr bevorzugter Buchladen und gegebenenfalls Ihre Bibliothek das gewünschte Gerät unterstützen.

Laden Sie vor der Abfahrt die Bücher herunter, die Sie unterwegs lesen wollen. Synchronisieren Sie den Lesefortschritt, solange eine Internetverbindung besteht, und kontrollieren Sie bei ausgeliehenen Titeln die Leihfrist. So wissen Sie vor der Fahrt, welche Bücher offline verfügbar sind und wie lange Sie darauf zugreifen können.